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Säugetiere

Mit der Zucht von einheimischen Kleinsäugern befassen wir uns erst seit Ende 2004. Nachdem die Naturwiesen, die renaturierten Böschungen und die Hecken jetzt in “bewohnbarem” Zustand sind, planen wir die Wiederansiedelung von verschiedenen, selten gewordenen Nagern. Auch dabei erfolgt zunächst eine kontrollierte Vermehrung in eigens gebauten, geräumigen Volieren.

Die Auswilderung von Kleinsäugern ist im Vergleich zu Amphibien oder Reptilien aufwendiger. In menschlicher Obhut gezüchtete Tiere sind unerfahren und unvorsichtig. Dem tragen wir durch eine gleitende Auswilderung Rechnung. Grundsätzlich sind aber generalistische Nager mit hohen Vermehrungsraten unproblematischer als z.B. Kleinraubtiere wie etwa Mauswiesel.

Dieses alte, nicht mehr genutzte Stallgebäude steht in der Mitte des Geländes. Wir haben von dort aus "strassenartig" Hecken und Benjeshecken so angelegt, dass Verbindungen zu allen Busch- und Baumgruppen, Obstwiesen und den umgebenden Wäldern entstanden sind. In diesen Heckenstrassen sind ca. 80 Nistkästen untergebracht, damit auch der unerfahrenste Kleinsäuger leicht ein Tagesversteck findet.

Nach einer Eingewöhnung oder Zucht in unseren Volieren werden die Tiere im Sommer in dieses Gebäude verbracht - zunächst auch in Käfigen auf den alten Heuschober gestellt und dort nach ca. einer Woche im nach draussen offenen Gebäude freigelassen. Dort füttern wir noch etwa einen Monat mit abnehmender Futtermenge zu und stellen schliesslich die Fütterung ein.